
Es gehört zu den großen Problemen der politischen Linken, dass sie diese sinnliche Dimension der Politik vergessen hat.
Mein Problem mit der Rede ist, dass sie nichts weiter als ein moralischer Appell ist, doch bitte keine Faschist:innen an die Macht wählen. Und dass der aus einer Partei kommt, die immer noch nicht für ein Verbotsverfahren ist, sondern dieses immer noch nur “prüfen” will. Und ja, Pistorius selbst scheint da stabiler aufgestellt zu sein, aber es war eben eine Veranstaltung der SPD-Fraktion.
Im Übrigen: “Das ist die Stunde der Demokratinnen und Demokraten, und zwar nicht voller Demut oder Enttäuschung oder Traurigkeit.[…] Es ist der Tag von Wut. Es ist der Tag von Enttäuschung darüber dass Demokratinnen und Demokraten offenbar nichts gelernt haben aus der Geschichte” Sorry, aber das ist nicht nur rhetorisch ungeschickt, da kommt auch keine Wut rüber.
Mitreißend finde ich es auch im Audio nicht: https://www.youtube.com/shorts/cel18hHQi3c
Aber ja, es ist besser als nix. Und vielleicht gibt’s dadurch ja etwas mehr Geschlossenheit innerhalb der SPD, beim Verbotsverfahren mal Dampf zu machen. Andererseits habe ich sowas bei der SPD schon zu oft gedacht.