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Cake day: October 25th, 2026
  • Ich bin auch nicht für Gewaltlosigkeit um jeden Preis, ich glaube eine gewisse Militanz ist notwendig, um Ziele zu erreichen. Wenn aber eine Demo friedlich angekündigt ist, dann sollten sich alle daran halten. Den Schutz der Masse für Gewalt zu nutzen und damit die ganze Demo zu einem unsicheren Raum zu machen ist ableistisch und autoritär.

    Wenn 5 Leute diese Demo organisieren und sie unter einen Aktionskonsens stellen, dann kann man sich doch bitte daran halten. Wenn Leuten das nicht passt, können sie ja selber eine Demo oder Kleingruppenaktion organisieren.

  • Daher kann man das auch sehr kritisch sehen, zb wenn Russland das über die Ukraine sagt.

    Der Fall kann aber nicht eintreten, wenn man Staaten generell das Existenzrecht abspricht, weil es dann weder einen russischen noch einen ukrainischen Staat geben würde.

    trotzdem haben diese Staaten ein Existenzrecht, solange die Menschen die dort Leben einen eigenen Staat wollen. […] Generell geht es eigentlich nur die dort lebenden Menschen etwas an, ob die einen Staat wollen oder nicht.

    Menschen haben ein Existenzrecht. Warum denkst du, dass Staaten eines haben?

    Das wollen vermutlich nie alle, die dort wohnen, deswegen ist die Bedingung “die Menschen die dort leben” sehr schwammig. Muss es mindestens die Hälfte wollen? Was ist mit denen, die keinen wollen? Was ist mit Minderheiten, die durch einen Staat unterdrückt wird, weil er hauptsächlich für die Normgesellschaft da ist?

    Ich finde auch nicht, dass es nur die Menschen etwas angeht, die dort wohnen. Was ist mit denen, direkt neben dran wohnen, sich bisher in alle Richtungen frei bewegen können und das jetzt auf einmal nicht mehr können weil da eine Grenze ist? Was ist wenn der Staat von jemandem wie Putin geführt wird? Russland ist finde ich ein sehr gutes Beispiel, warum es eben nicht nur die Menschen innerhalb eines Staates betrifft, ob es den gibt oder nicht.

  • Der SPIEGEL fragt nach Antisemitismus in den Reihen der Linken, nach der Abgeordneten Vanessa Emde, die Staaten das Existenzrecht abspricht und damit offenkundig auf Israel abzielt.

    Klar, das muss natürlich auf Israel abzielen. Niemand könnte sich die aktuelle politische Weltlage anschauen und zu dem Schluss kommen, dass konkurrierende Nationalstaaten vielleicht doch nicht die beste Idee sind.

    Das riecht nach einer politischen Agenda und private Notizen zu veröffentlichen, die aus Versehen mitgeschickt wurden, ist einfach dreist und hat mMn nichts mir journalistischer Sorgfaltspflicht zu tun.

  • Es gibt zu diesen Brillen auch diese Perspektive: https://tink.uk/accessibility-is-resistance/

    I haven’t been able to idly contemplate my surroundings since I lost my sight more than 25 years ago, so it’s hard to describe how much of a wonder this is. I can be anywhere with connectivity and I can discover what’s in front of me, what the place I’m in looks like, if there’s a restroom nearby, what’s on the menu I’m holding, if my (otherwise identical) jeans are the blue ones or the black ones, if the tin I’m about to open for lunch is soup or custard, if there’s a billboard in front of me and if so what it’s advertising…

    Ich will damit nicht die Probleme klein reden, die diese Brillen mit sich bringen. Ich glaube allerdings nicht, dass eine Förderung nach Verboten hier der richtige Weg ist. Die können nämlich durchaus auch hilfreich sein.

    Vor allem ändert ein Verbot nichts an der Tatsache, dass es mittlerweile Kameras gibt, die so winzig sind, dass heimliches Filmen technisch keine große Herausforderung darstellt.

    Wenn Männer diese Brillen benutzen, um heimlich zu filmen, dann sind immer noch Männer das Problem. Wenn Meta schon das nächste Modell auf den Markt schmeißt, bevor wir mit dem aktuellen einen gesellschaftlichen Umgang gefunden haben, dann ist immer noch der Kapitalismus (und wieder Männer) das Problem. In beiden Fällen sollte der Umgang damit nicht zum Nachteil von Menschen mit Behinderung sein.