Günther Unlustig 🍄

Peter Lustig’s unlustiger verschollener Sohn mit weirden Interessen und Gadsen.

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<Explaination for anyone not knowing obscure German media>

Peter Lustig used to be the moderator in an old German kids science and nature series called “Löwenzahn” (Dandelion) who shaped our generation.
He also shaped my childhood, and I want to honour him.

My real name also isn’t “Günther”, it’s just a reference to “Olaf, Olaf, Olaf, Günther” from Spongebob: The Movie, because I wanted it to sound like a real name and it makes conversations easier.

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Joined 2 years ago
Cake day: May 18th, 2024

Ich habe hier ein paar Maultrommeln, welche aus Messing hergestellt sind. Ich will sie etwas individueller gestalten und was cooles draus machen, damit man auch direkt erkennt, dass es meine sind ;)

Meine Idee war, die Zunge aus Eisen (rostet) zuerst mit Nagellack zu bestreichen und sie dann Ammoniak- oder Schwefeldämpfen auszusetzen, damit sich das Messing blau, grün, braun oder schwarz färbt und richtig cool aussieht.

Der Haken daran: Ich befürchte, dass sich die Kunst-Patina wieder ablöst, insbesondere wenn sie in Kontakt mit meiner Haut oder Mund ist. Das wäre nicht nur ärgerlich, sondern wahrscheinlich auch giftig 🫠

Ich hab es bereits mit verd. Phosphorsäure und/ oder Wasserstoffperoxid probiert. Hat nicht gut geklappt. Auch über Nacht in Grüntee einlegen (Gerbsäuren) hatte keinen Effekt.

Die Säure hat nur die Oxidschicht etwas entfernt, was mit Polieren aber besser funktioniert. Dann sieht es für kurze Zeit strahlend gold aus, und nach paar Tagen entsteht wieder eine Patina.

Einfach lackieren funktioniert auch nicht, weil durch die Reibung an meinen Zähnen auch dieser abreibt. Die hier zum Beispiel sind von Werk aus professionell lackiert, aber sahen nach wenigen Wochen Spielen schon so aus:

Gravieren wäre eine Idee. Das hat meine Partnerin mit ihrer bereits vor, aber meine sind dafür zu klein.

Würde Electroplating/ Galvanisieren funktionieren?

Habt ihr sonst noch Ideen, was möglich wäre?

Hab vor ca. 2 Jahren das Hobby erstmal auf Eis gelegt, v.a. aus Frust sowie privaten Umständen.

Habe deshalb auch einige Flüssigmyzelspritzen entweder entsorgt oder aufgebraucht, weil viele davon ohnehin schon altersschwach wurden.

Das einzige, was ich mir aufgehoben habe, waren meine Schrägagar-Röhrchen als Langzeitkonservierung, weil ich auch ein paar Sorten selbst geklont oder komplett aus Sporen herangezüchtet habe.

Darunter ist zum Beispiel ein Albino-Kastanienseitling oder Turkey Tail, die ich mir aus Sporenabstrichen isoliert und die letzten ~3 Jahre im Kühlschrank bei 4°C gelagert habe.

In dem länglichen Schraubglas ist ein eher nährstoffreiches Medium, das mit einer sehr hohen Menge Agar geliert und sterilisiert wurde. Durch die Kälte, hohen Nährstoffgehalt und hartem Agar wird das Wachstum der Pilzkulturen stark eingehemmt und das Altern kann dadurch verlangsamt werden.

Das Holzstäbchen und gleichbleibende Temperatur im Gemüsefach sorgt für gleichmäßige Bedingungen.

Vielleicht baue ich meine sterile Werkbank wieder auf und mache mir mit einem der Samples eine Starterkultur. Mal überlegen, ob es mir das wert ist?


Jetzt aber noch eine gute Nachricht: Ich hab geplant, mit dem Pilz-Growen weiter zu machen!

Dieses Mal aber simpler.

Mich haben die Posts hier in der Community inspiriert, v.a. mit den unsterilen Methoden a la Hanfmatte und co.

Ich möchte das v.a. Outdoor auf meinem Balkon machen, sobald der nasskalte Herbst einsetzt.

Zuvor hab ich mit einem sehr nährstoffreichen Mix gearbeitet, wo die Growbags je einzeln für 2 Stunden in den Schnellkochtopf mussten, was sehr zeitintensiv und nervig war.

Durch einen nährstoffarmen Mix und “einfachen” Sorten mit Widerstandskraft braucht man nicht mehr so krass sterilisieren und muss sich weniger Sorgen um Kontamination machen. Vor allem praktisch für Outdoor :)

Ich werde als Substrat dieses Mal reine Holzpellets, ohne Sojaspelzen, mit etwas Gips und Perlit als Zusätze. Das mit Perlit ist neu, damit erhoffe ich mir eine bessere Luftversorgung (Myzelgesundheit) und gleichzeitig ordentlich Wasserspeicher für mehr Ertrag 💪

Als Starterkultur werde ich testweise vielleicht mal Kokosfasern in schwachem Flüssigmedium tränken und beimpfen. Inspiriert von dem Beitrag mit der Hanffasermatte.

In der Theorie sollte das, nachdem es durchwachsen wurde, deutlich nährstoffarmer sein als Körnerbrut, und dementsprechend geringeres Kontaminationsrisiko im finalen Substrat haben. Mal schauen, ob das klappt 👍

Ich hab vor, mir 2 oder 3 Flüssigmyzele zu bestellen und diese dann ca. 1:10 Verhältnis zu vermehren.

Im Juli bis August kommt dann das Beimpfen, und September bis November, je nach Wetter, stehen sie draußen und können hoffentlich fruchten.