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Das ist so nicht ganz richtig: der Erreger, das Sindbis-Virus (SINV), zirkuliert schon lange in Deutschland, vor allem zwischen der Gemeinen Hausmücke (Culex pipiens) und kleineren Singvögeln. Neu ist ein symptomatischer Verlauf des Sindbis-Fiebers. Das kommt übrigens vor allem in Nordeuropa und Russland schon lange regelmäßig und zyklisch vor und heißt regional Karelien- (Russland), Pogosta- (Finnland) oder Ockelbo-Fieber (Schweden). Hat also zunächst erstmal ausnahmsweise nichts mit invasiven (Tiger-) Stechmücken, Klimawandel oder ähnlichem zu tun. Details dazu im Ärzteblatt
FYI: Die Klinischen Merkmale einer Sindbis Infektion laut ECDC:
Die Inkubationszeit der SINV-Infektion beträgt oft weniger als sieben Tage, […] oft juckendes Exanthem über Rumpf und Gliedmaßen, leichtes Fieber und Gelenksymptome, insbesondere an Handgelenken, Hüften, Knien und Knöcheln, sind die Kennzeichen einer akuten SINV-Infektion, […]. Bei Kindern ist die klinische Erkrankung in der Regel mild und kann ohne Gelenksymptome auftreten. Asymptomatische Infektionen sind keine Seltenheit. Tödliche Infektionen wurden nicht berichtet.
Extraartikuläre Symptome nehmen in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab, aber bei einem beträchtlichen Teil der Patienten führt eine SINV-Infektion zu anhaltenden Gelenkmanifestationen, die Monate oder Jahre andauern können, […].


